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Institut für Kriminologie

 

 

 




Einzelheiten zu KrimDok

Inhalt:


Kooperationspartner bei KrimDok

Institut für Kriminologie der Universität Heidelberg
(Direktor: Prof. Dr. Dieter Dölling)

Institut für Kriminologie der Universität Tübingen
(Direktor: Prof. Dr. Hans-Jürgen Kerner)


Dokumentation KrimDok

KrimDok ist ein bibliographisches Nachweissystem kriminologischer Literatur. Die Datenbank setzt sich aus verschiedenen Literatur- bzw. Buchbeständen zusammen, die ursprünglich nach unterschiedlichen Aspekten angelegt worden sind. Die Recherche der Bestände ist aber unter einer Suchoberfläche möglich. Darüber hinaus können noch zusätzlich unterschiedliche Recherchestrategien angewendet werden.

Die Bestände des Instituts für Kriminologie in Tübingen sind schwerpunkt- mäßig auf deutschsprachige Schriften ausgerichtet, die Bestände des Schwerpunkts Kriminologie an der Universitätsbibliothek Tübingen dagegen auf fremdsprachige Literatur (im Wesentlichen Monographien). Bei der deutschen kriminologischen Literatur wird weitgehende Vollständigkeit angestrebt; bei österreichischer oder schweizerischer Literatur ist vorerst eine größere Selektivität unvermeidlich. Unselbständige Schriften (z. B. Aufsätze) werden anhand einer Auswahl wichtiger internationaler Zeitschriften bzw. Reihen für KrimDok erschlossen.

Außer der Kriminologie werden die sog. Grund- und Bezugswissenschaften im Rahmen des Möglichen einbezogen, vor allem die im weitesten Sinne kriminologisch relevanten oder aufgrund von Parallelproblemen für die Kriminologie generell interessanten Veröffentlichungen aus der Rechtswissenschaft (besonders Strafrecht, Strafprozessrecht, Strafvollstreckung, Strafvollzug), der Rechtstatsachenforschung, der Kriminalistik (auch Polizeiforschung), der Psychologie (besonders Forensische Psychologie und Rechtspsychologie sowie der Sozialpsychologie), der Psychiatrie (besonders Forensische Psychiatrie, Maßregelpraxis), der Soziologie (besonders Rechtssoziologie, Kriminalsoziologie) und der Pädagogik (auch Sozialpädagogik).

Datenbestand von KrimDok

KrimDok enthält ungefähr 164.535 Titel (Stand Jan. 2010) zur Kriminologie.

Die Bestände des Instituts für Kriminologie in Tübingen (überwiegend deutschsprachige Publikationen) ab Jahrgang 1990 sind anhand von Schlagworten erschlossen. Das Gleiche gilt für Zeitschriftenaufsätze (deutschsprachige und fremdsprachige). Die Bestände des Instituts (Monographien) sind des Weiteren über eine institutsinterne Systematik zugänglich (Diese entspricht jedoch nicht der des Schwerpunkts Kriminologie).

Die Bestände des Schwerpunkts Kriminologie (SpKrim) an der Universitätsbibliothek Tübingen umfassen ausschließlich fremdsprachige Literatur. Die Publikationen sind nach einer  äußerst differenzierten "Systematik" erschlossen. Die Systematik entspricht der Gliederung, die auch für die Erstellung der Neuerwerbungslisten des Schwerpunkts Kriminologie verwendet wird.
(http://biber3.ub.uni-tuebingen.de/nelol/cgi-bin/neuerw.pl?loc=krim)


Allgemeine Hinweise zum Bibliotheksschwerpunkt Kriminologie an der UB Tübingen

Der Bibliotheksschwerpunkt Kriminologie (SpKrim) wurde 1969 im Zusammenhang mit einem damals in Aussicht genommenen Sonderforschungsbereich gegründet. Er ist nunmehr integrierter Teil des überregionalen Literaturversorgungsprogramms der Deutschen Wissen- schaftlichen Bibliotheken. Das Institut für Kriminologie betreibt den Bibliotheksschwerpunkt in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Tübingen, die die Bestände bibliothekarisch bearbeitet und verwaltet sowie den Leihverkehr abwickelt. Die Sachmittel stammen aus regulären Haushaltsmitteln und aus dem Programm des Bibliotheksreferats der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Der SpKrim hat die Aufgabe, fremdsprachige Literatur zur Kriminologie sowie zu ihren Grund- und Bezugswissenschaften möglichst umfassend aufzuspüren und zu erwerben (was besonders bei der sog. Grauen Literatur, die nicht über den Buchhandel vertrieben wird, wie z.B. Regierungsdokumente oder Berichte von Universitätsinstituten, recht aufwändig sein kann). Ständige Arbeitskontakte zu ausländischen Einrichtungen erleichtern die Umsetzung der Sammelkonzeption bzw. Erwerbungspolitik. Besonders eng sind derzeit Kontakte in folgende Staaten (geordnet nach Intensität und Ergiebigkeit): USA, Großbritannien, Skandinavien, Niederlande, Italien, Frankreich, Australien, Spanien und Mexiko. Die Bestände sollen für Wissenschaft, Politik und Praxis zugänglich gemacht werden. Primäre Adressaten des SpKrim sind insoweit Einrichtungen (auch Einzelpersonen, z.B. Wissenschaftler an Universitäten und privaten Forschungsstellen) in Deutschland. Über die internationale Fernleihe sind aber vor allem auch die Nachbarstaaten Deutschlands mit angebunden. 

Die Neuerwerbungen des SpKrim werden monatlich über die Homepage der Universitätsbibliothek Tübingen angezeigt:
http://biber3.ub.uni-tuebingen.de/nelol/cgi-bin/neuerw.pl?loc=krim

Die Titel werden nach der Systematik des SpKrim verzeichnet. Der Gesamtbestand des SpKrim ist auch in der Datenbank KrimDok zugänglich.

Der SpKrim führt derzeit rund 12 monographische Reihen, daneben rund 161 Zeitschriften i.w.S., das sind wissenschaftliche Fachzeitschriften, zeitschriftenartige Reihen und Jahrbücher. Der monographische Literaturbestand umfasst rund 67.400 Dokumente (Stand Dezember 2009), der Natur der Sache nach mit einer Konzentration auf angloamerikanischer Literatur. Alle Bestände des SpKrim sind über den elektronischen Katalog der Universitätsbibliothek recherchierbar. Aufsätze aus Zeitschriften sind nicht elektronisch erschlossen.  Sie stehen Interessenten auf den üblichen anderen Wegen (Zeitschriftenverzeichnissen, Dokumentationen wie current contents) zur Verfügung. 

SpKrim und Bibliothek des Instituts für Kriminologie bilden konzeptionell eine Einheit, die "Tübinger Schwerpunktbibliothek Kriminologie". Wichtiges Teilziel dieser Einheit ist die Erarbeitung einer umfangreichen kriminologischen Dokumentation (KrimDok) auf der Grundlage eines kriminologischen Thesaurus (ThKrim); zusätzlich sollen Bibliographien (BiblKrim) ausgearbeitet werden.  

Die Bestände des SpKrim werden von Forschern, Studenten, Praktikern und Politikern gut genutzt, wie sich an der Ausleihstatistik zeigen lässt. Danach gab es im Jahr 2009 ca. 6.100 Entleihungen. Davon entfielen auf Fernleihen und Dokumentlieferungen ca. 2.400 Entleihungen.  


Hinweise zur Benutzung der Systematik des Schwerpunkts Kriminologie

Die Systematik des Bibliotheksschwerpunkts Kriminologie ist sehr detailliert untergliedert. 

Generell sucht die Systematik das Titelmaterial nach Sachkomplexen von Kriminalität und deren Kontrolle pragmatisch zu ordnen, ohne sich zwanghaft an den Schemata wissenschaftlicher Einzeldisziplinen zu orientieren. Aus ökonomischen Gründen kann bisher jeder Titel nur an einer einzigen Systemstelle verzeichnet werden. Abweichungen gibt es auch nicht in den häufigen Fällen, in denen aus der Natur der Sache heraus Zuweisungen an andere Systemstellen sinnvoll wären oder sogar geboten erscheinen. Bei der Recherche nach Titelmaterial spezieller Problemkreise empfiehlt es sich daher, neben der offensichtlichen Hauptsystemstelle weitere thematisch angrenzende Systemstellen auszuwerten.

So kann es angezeigt sein, bei einem Werk über die Auswirkungen von Haschischkonsum auf das Fahrverhalten sowohl bei "Verkehrskriminalität" (unter 10.6.2 Verkehrstäter, Verkehrsverhalten, Persönlichkeits- und Risikofaktoren) zu suchen als auch bei "Drogen, Drogenkonsum und Drogensucht" (unter 9.7.5., wo es um soziale Auffälligkeit, Kriminalität sowie Strafver- folgung im Zusammenhang mit Drogen geht). Denkbar wäre aber auch noch eine Zuordnung dieses Titels bei "Institutionen zur Regulierung von Wirtschaft, Gesellschaft und Staat" (unter 4.4.3. Verkehrkontrolle).

Publikationen über Verhaltensweisen, die nur einen mittelbaren Bezug zur Kriminalität haben, werden bei demjenigen Sachkomplex erfasst, der das Schrifttum über das kriminelle Verhalten nachweist. Beispielsweise ist ein Werk über den Umgang von Lehrern mit allgemein verhaltensauffälligen Schülern an derselben Systemstelle verzeichnet (nämlich 4.2.2. Schulen) wie ein Bericht über Vandalismus, der sich mit strafrechtlich relevanten Sachbeschädigungen an schulischen Einrichtungen befasst. 

Umgekehrt werden Veröffentlichungen, in denen an Populationen von Straftätern besondere Fragen erörtert werden, die herkömmlicherweise Gegenstand der Forschung spezieller Wissenschaftsdisziplinen sind, dem entsprechenden Abschnitt zugeordnet, der Literatur eben dieser Wissenschaft enthält. Mithin findet sich beispielsweise ein Forschungsbericht zu Kontrollüberzeugungen von Straffälligen unter der Systemstelle 8.7.4., d. h. beim Schrifttum über Persönlichkeitspsychologie.  SpKrim plant, die Restriktionen künftig in dem Maße abzubauen, in dem (etwa über Forschungsförderungseinrichtungen) zusätzliche Dokumentationskapazität aufgebaut werden kann.

Besondere Hinweise für den Leihverkehr: 

Alle Bestände des SpKrim können im Rahmen des Leihverkehrs bestellt werden, sofern sie nicht in einer Bibliothek am Ort des Bestellers vorhanden sind. Bestellungen können von einer dem Leihverkehr der deutschen Bibliotheken angeschlossenen Bibliothek direkt an die Universitätsbibliothek Tübingen geschickt werden.

Hinweise für den Leihverkehr mit Personen und Institutionen, die nicht in der Bundesrepublik beheimatet sind:
Interessenten außerhalb der Bundesrepublik Deutschland können Materialien aus der Sammlung von SpKrim auf dem Wege des internationalen Leihverkehrs entleihen. Bitte kontaktieren Sie Ihre örtliche Bibliothek oder auch Ihre regionale Bibliothek dazu.

Bitte richten Sie alle Anfragen, Hinweise und sonstige Kommunikation, die den Schriftenbestand von SpKrim oder Fragen der Anschaffungs- möglichkeiten bzw. der Ausleihmodalitäten betreffen, an:

Universitätsbibliothek Tübingen
Bibliotheksschwerpunkt Kriminologie
Postfach 26 20
72016 Tübingen
Tel.: 0 70 71 / 2 97 78 44

ifk@uni-tuebingen.de - Stand Dezember 2009