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Wissenschaftliche Dienstleistungen / Sonstige Aktivitäten

Wissenschaftliche Vereinigung Tübinger Kriminologen (WVTK), Geschäftsstelle

Die Wissenschaftliche Vereinigung Tübinger Kriminologen e.V. wurde im Jahre 1983 gegründet. Der Zweck des Vereins ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung. Dies wird durch wissenschaftliche Veranstaltungen und die Förderung von Forschungsvorhaben verwirklicht, insbesonders im Bereich der Angewandten Kriminologie und deren Verwertung in der Rechtspflege und der sonstigen Sozialpraxis. Der Verein (zur Zeit 63 Mitglieder) arbeitet dabei mit dem Institut für Kriminologie der Universität Tübingen zusammen, veranstaltet und unterstützt Arbeitstagungen und Vorträge sowie Symposien zum Gedankenaustausch mit den an den Forschungen des Instituts für Kriminologie beteiligten und sonstigen in der Forschung tätigen Wissenschaftlern. Der Verein fördert in diesem Sinne die Pflege der Beziehungen zwischen dem Institut für Kriminologie und ehemaligen Studenten und Mitarbeitern sowie die Herausgabe von entsprechenden Publikationen.

Kriminologische Gesellschaft (KrimG), Geschäftsstelle

Die Kriminologische Gesellschaft (KrimG) gab sich diesen neuen Namen auf ihrer regulären Mitgliederversammlung aus Anlass der Fachtagung in Innsbruck im Herbst 2007. Bis dahin führte sie, seit ihrer Gründung im Jahr 1988, den Namen Neue Kriminologische Gesellschaft (NKG). Seit dem Gründungsjahr befindet sich die Geschäftsstelle dieser "Wissenschaftlichen Vereinigung deutscher, österreichischer und schweizerischer Kriminologen" am Institut. Die Gesellschaft betrachtet es als ihre zentrale Aufgabe, "die erfahrungswissenschaftliche Erforschung der Kriminalität, des Straftäters und Verbrechensopfers sowie der staatlichen und gesellschaftlichen Reaktionen zu fördern". Die Geschäftsstelle hat die laufenden Geschäfte für die Verwaltung und Abwicklung der Vereinsangelegenheiten wahrzunehmen und dient zugleich als zentrale Anlaufstelle nicht nur für die Mitglieder, sondern vor allem auch für vielfältige Anfragen aus dem In- und Ausland. Sie betreibt darüber hinaus einen elektronischen Newsletter unter der Bezeichnung „KrimG-Nachrichtendienst“. Über diesen Dienst werden die Mitglieder in unregelmäßigen Abständen, je nach der Menge und Dichte des anfallenden Materials, namentlich mit Informationen zu Tagungen, Ereignissen, Gesetzesreformen, elektronisch verfügbaren Veröffentlichungen und sonstige, vor allem kostenlos erhältliche, Dokumente bedacht.

Bereits zuvor befand sich am Institut seit 1965 die Geschäftsstelle der nachmaligen „Kriminalbiologischen Gesellschaft“. Diese konstituierte sich im Jahr 1967 neu als „Gesellschaft für die gesamte Kriminologie“, und aus deren Fusion mit der „Deutschen Kriminologischen Gesellschaft“ ging die NKG hervor. Hinweise auf weiterführende Literatur finden sich auf der Website der KrimG: http://www.krimg.de/drupal/node/1
 

DBH – Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Der DBH e. V. geht auf die Gründung des „Vereins Bewährungshilfe Godesberg“ im Jahr 1953 zurück. Dieser Verein war unter tatkräftiger Mitwirkung von Ministerialbeamten des Bundesministeriums der Justiz mit dem ursprünglichen Ziel gegründet worden, das neue Instrument einer ambulanten Sanktionierung, nämlich der Strafaussetzung zur Bewährung (mit Unterstellung unter Bewährungshilfe), vor der Einführung durch Reformgesetze zum StGB und zum JGG durch praktische Versuchsreihen zu erproben. Der Verein wurde dadurch zum ersten (privaten) Anstellungsträger von Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfern als neuer Berufsgruppe im Feld der heute so bezeichneten Sozialen Strafrechtspflege. Vor der Umgestaltung in einen Fachverband war der Verein eine aus Institutionen, Vereinen und Einzelmitgliedern zusammen gesetzte Bundesvereinigung. Er erlebte mehrere Veränderungen und auch Namenswechsel, zuletzt seit Ende 1994 als Deutsche Bewährungs-, Gerichts- und Straffälligenhilfe e.V. (DBH). DBH versteht sich als bundesweit und international aktiven Fachverband für den Gesamtbereich von Sozialer Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik. Er fördert aus langer Tradition heraus zunächst alle Bestrebungen, die der Praxis und Reform von Gerichtshilfe, Bewährungshilfe, Führungsaufsicht und Straffälligenhilfe dienen. Als in der Sache neueres Arbeitsfeld wird seit Anfang der 1980er Jahre der Täter-Opfer-Ausgleich stärker gepflegt Mit der Auflösung des Bundesverbandes der Straffälligenhilfe zu Beginn der 1990er Jahre ist der Aufgabenbereich der vollzugsbezogenen Resozialisierungsarbeit hinzugekommen. Der Direktor des Tübinger Instituts ist seit 1982 DBH-Vorsitzender und setzt sich auf diese Weise für eine Intensivierung und kontinuierliche Pflege der Kontakte zwischen Praxis, Politik und Wissenschaft in Deutschland und Europa ein.

Die DBH will durch ihre Projekte und Förderungsmaßnahmen dazu beitragen, dass die Kriminalität nach dem jeweiligen Stand von Praxis und Wissenschaft bewältigt wird. Sie will durch ihre Tätigkeit die kontinuierliche Auseinandersetzung und Reform in der Strafrechtspflege sowie durch Fördermaßnahmen die Betreuung straffällig gewordener Menschen gewährleisten helfen. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch Projekte und Modellvorhaben, Fortbildungsmaßnahmen, Veröffentlichungen, Öffentlichkeitsarbeit und wissenschaftliche Forschungen.

Größere Vorhaben der letzten zwanzig Jahre, die engen Bezug auch zu Kriminologie und Kriminalpolitik haben, waren bzw. sind z.B. die Einrichtung einer Beratungseinrichtung für Projekte, des „Servicebüros für Täter-Opfer-Ausgleich und Konfliktschlichtung“, die Initiierung und Durchführung eines Qualifikationsprogramms Neue Bundesländer (zusammen mit der Justizministerkonferenz) für Quereinsteiger in die Sozialen Dienste der Justiz; die Initiierung und Durchführung eines Förderprogramms zum Aufbau der Freien Straffälligenhilfe in den Neuen Bundesländern (zusammen mit Freien Vereinen in den Alten Bundesländern).

Das Institut ist federführendes Mitglied der „Forschungsgruppe Täter-Opfer-Ausgleich“ (mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Hochschulen bzw. Universitäten in Bremen, Gießen, Konstanz, Marburg und Tübingen). Es erstellt, in Koordination mit den Mitgliedern der Forschungsgruppe sowie dem TOA-Servicebüro, aus den von Einrichtungen in den Ländern erhobenen und angelieferten strukturellen sowie Verlaufs-Daten zu Fällen, Opfern und Tätern für den Bundesminister der Justiz die sog. TOA-Statistik (Täter-Opfer-Ausgleich)

Deutsche Stiftung für Verbrechensverhütung und Straffälligenhilfe (DVS)

Die DVS mit Sitz in Bonn und Geschäftsstelle in Köln wurde 1993 von den Aufsichtsbehörden in Nordrhein-Westfalen als Stiftung bürgerlichen Rechts genehmigt. Das Grundvermögen stammte aus den Restmitteln des aufgelösten Bundesverbandes der Straffälligenhilfe (BVSt). Die DVS begreift sich als operative Stiftung mit Schwerpunkt auf dem Zusammenführen möglichst vieler Akteure im Feld der primären, sekundären und tertiären Kriminalprävention. Sie betont darüber hinaus die wachsende Bedeutung europäischer Fragen und damit der möglichst engen Kooperation mit Partnerorganisationen aus ganz Europa, namentlich aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union bzw. des Europarates. Der Direktor des Tübinger Instituts ist seit Gründung der Stiftung Vorsitzender des Stiftungsvorstandes. Er wirkt darüber hinaus regelmäßig als Präsident der jährlich stattfindenden großen Kongresse unter dem Namen „Deutscher Präventionstag“. Das Institut beteiligt sich nachhaltig an der Pflege einer elektronischen Dokumentation  von Beiträgen aus Praxis, Politik und Wissenschaft, die nach den Präventionstagen in überarbeiteter und ggf. (wesentlich) erweiterter Form ins Netz eingestellt werden.

Kriminologische Zentralstelle/Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen

Die Kriminologische Zentralstelle (KrimZ) ist eine in der Form eines eingetragenen Vereins von Bund und Ländern gemeinsam getragene, unabhängige Einrichtung zur praxisnahen kriminologischen Forschung und Dokumentation, mit dem Ziel der Beratung auch der Kriminalpolitik, mit Sitz in Wiesbaden. Sie wurde nach langen Planungen und Beratungen im Juni 1986 eröffnet. Der Gründungsdirektor ist ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter des Tübinger Instituts. Der Direktor des Tübinger Instituts ist seit Beginn der KrimZ Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates. Zwischen der KrimZ und dem Tübinger Institut bestehen Verbindungen im Bereich von Forschung, Fortbildung und Dokumentation. Zu den jüngeren gemeinsamen Aktivitäten gehören etwa die Arbeitsgruppe zur Reform der Rückfallstatistik des Bundes (beim Bundeszentralregister in Berlin); das Expertencolloquium zur Neugestaltung der Rechtspflegestatistiken in Bund und Ländern, besonders der Strafverfolgungsstatistik (in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Bundesamt und den Statistischen Landesämtern); die Mitwirkung bei Fortbildungsveranstaltungen der KrimZ und der Deutschen Richterakademie Trier zum Thema "Strafrechtspraxis und Kriminologie".

Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) wurde 1979 in Hannover gegründet. Es wurde zunächst von der Volkswagen-Stiftung finanziert und ist jetzt eine unabhängige Forschungseinrichtung des Landes Niedersachsen. Der Direktor des Tübinger Instituts war Gründungsmitglied des KFN. Die Kontakte der Tübinger Kriminologen sind, über persönlichen Austausch von Informationen und Ergebnissen hinaus, auf Fragen konzentriert, die die parallelen Forschungen zur Kriminalitätslage im Dunkelfeld (Opferbefragungen und Täterbefragungen), zu Einstellungen zur Kriminalität und Strafe sowie zum Sozialen Umbruch in den Neuen Bundesländern betreffen.

Kriminologischer Dienst Baden-Württemberg

Seit Ende der 70er Jahre besteht ein Kooperationsmodell des Justizministers des Landes Baden-Württemberg unter der Bezeichnung "Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis auf dem Gebiet des Jugendstrafvollzuges":

Durch den Kriminologischen Dienst des Justizministeriums werden laufend umfangreiche und systematische Befragungen und Erhebungen an Zu- und Abgängern der Jugendstrafanstalten des Landes Baden-Württemberg, aber vereinzelt auch andere Erhebungen zum Strafvollzug, durchgeführt und in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Kriminologie Tübingen anonym codiert der elektronischen Datenverarbeitung zugeführt. Die gespeicherten Daten der verschiedensten Untersuchungen werden nach den Kriterien der Zuverlässigkeit, Validität und thematischer Relevanz statistisch aufbereitet.

Europäische Gesellschaft für Kriminologie (ESC)

Die ESC wurde nach intensivem Gedankenaustausch unter Kriminologinnen und Kriminologen aus Europa, namentlich aus den Kernländern der Europäischen Union, im Jahr 2000 in Den Haag gegründet. Sie ist eine Gesellschaft britischen Rechts mit Sitz in Cambridge und einer Geschäftsstelle in Lausanne. Der Direktor des Instituts ist eines der Gründungsmitglieder, wirkte mehrere Jahre im Direktorium der Gesellschaft mit und war zwischen 1995 und 1997 erst ihr President-Elect, dann President und schließlich Past-President. Das Institut plante und veranstaltete die 6. Jahrestagung der ESC im August 2006 in Tübingen, mit rund 700 Teilnehmenden aus zahlreichen europäischen und außereuropäischen Ländern. Das Institut versorgt über den bei der SIC genannten englischsprachigen elektronischen Newsletter auch die Mitglieder der ESC mit kriminologisch relevanten Nachrichten aus aller Welt.

Europarat

Der Europarat in Straßburg befaßt sich im Rahmen des Europäischen Rates für Strafrechtsfragen (Comité Directeur des Problèmes Criminels) regelmäßig mit kriminologischen Problemstellungen. Dies geschieht in unterschiedlicher Form, so z.B. in koordinierten Forschungsprojekten, themenorientierten Expertengruppen, auf Grundlagenfragen ausgerichteten wissenschaftlichen Symposien und kriminalpolitisch orientierten Forschungskonferenzen, die Praktiker, Politiker und Forscher aus den Mitgliedstaaten für die Dauer von je einer Woche zusammenbringen. Die Tübinger Kriminologen waren bereits mehrfach vertreten, so vor allem zu den Themenbereichen Organisierte Kriminalität, Sozialgeschichte der Kriminalität, Interaktionen im Strafverfahren, Beurteilung der Schuldfähigkeit und Maßregelvollzug. Der Direktor des Instituts war für mehrere Jahre Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des CDPC und wirkte an Forschungsplanungen sowie an der Beratung von Entwürfen für Europäische Konventionen und andere Instrumente der Zusammenarbeit im Bereich des Kriminalrechts und der Strafvollstreckung sowie des Strafvollzuges mit.

Eurogang Network

Bei „Eurogang“ handelt es sich um ein themenzentriertes Netzwerk von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus (hauptsächlich) Staaten Europas, den USA und Kanada. Das Netzwerk widmet sich der vergleichenden und multimethodischen Erforschung von Jugendbanden, darunter besonders solchen, die durch Gewalthandlungen auffallen. Mehrere Mitglieder des Instituts waren an der Gründung beteiligt und sind auch gegenwärtig im Netzwerk aktiv. Dies betrifft eigene (und vergleichende) Forschungen zu Jugendbanden oder auch Jugendcliquen in Deutschland, unter anderem mit Blick auf die Bedeutung der Migration in diesem Feld. Dies betrifft auch die Mitgestaltung von Tagungen (z. B. einer der ersten Tagungen der Gruppe überhaupt, in der Evangelischen Akademie Arnoldshain) oder die aktive Beteiligung an europäischen und internationalen Tagungen der Kriminologie und Viktimologie, wie zuletzt in Gestalt mehrerer auf Gangforschung ausgerichteter Workshops während der 8. Jahrestagung der ESC in Edinburgh im September 2008. Das Institut betreibt, als Informationszentrale des Netzwerks, unter dem Titel „Eurogang Network News“ einen fortlaufenden, in unregelmäßiger Folge erscheinenden englischsprachigen Nachrichtendienst.

Internationale Gesellschaft für Kriminologie(SIC)

Neben den bereits genannten Kontakten ist die Kooperation der Tübinger Kriminologie mit der SIC (Société Internationale de Criminologie) auf persönlicher Basis zu nennen. Der Direktor des Instituts war von 1980 bis 1985 Sekretär der Wissenschaftlichen Kommission, von 1985 bis 1990 deren Vizepräsident, von 1990 bis 1994 deren Präsident und zugleich Vollmitglied im SIC-Direktorium. Im Jahr 1995 wurde er zum Präsidenten der Gesellschaft gewählt. Aufgrund der Verdienste um die Gesellschaft wurde er, nach dem Ende der Amtsperiode, vom neuen Direktorium zum Ehrenpräsident auf Lebenszeit ernannt.

Über diese persönlichen Kontakte hinaus hält die Bibliothek des Instituts eine institutionelle Mitgliedschaft, ebenso der Bibliotheksschwerpunkt Kriminologie in Verwaltung der UB, um die internationalen Kontakte auch in dieser Hinsicht abzusichern. Tübinger Kriminologen wirken je nach Gelegenheit auch als Dozenten bei Internationalen Kriminologischen Kursen oder Forschungswochen der SIC mit, so beispielsweise in Italien, Spanien, Portugal, Belgien und Ecuador. Das Institut war an der Vorbereitung und Durchführung der „Internationalen Kriminologischen Kongresse“ in Wien 1983, in Hamburg 1988, in Budapest 1993 und Seoul 1998 maßgeblich beteiligt. Mitglieder der SIC gehören zu den Empfängern eines fortlaufenden, jedoch in unregelmäßigen Abständen und vorwiegend in englischer Sprache erscheinenden elektronischen Newsletters aus dem Institut, der unter dem Namen „Criminology_Criminal Justice_News“ erscheint.

Die SIC kooperiert mit der Aquinas Foundation (Thomas von Aquin-Stiftung mit Sitz in New York), die in Abständen von 2 bis 3 Jahren bekannte Wissenschaftler einlädt, sich gegen Honorar dezidiert als Nichtkriminologen mit kriminologischen Grundlagenfragen (auch im Grenzbereich zu Recht und Politik) auseinanderzusetzen und ihre Gedanken konfrontativ einer international besetzten Runde von Kriminologen vorzutragen. Der Bezug der Themen ist immer die Idee der Stiftung, die "Civic Responsibility" der Bürger in den modernen Industriestaaten (wieder) zu verbessern. Tübinger Kriminologen wurden als Kommentatoren zu den Veranstaltungen in Rom, Aix-en-Provence und Cambridge/England eingeladen.

Vereinte Nationen

Die UNO hat u.a. ihre sozialpolitischen und human- und sozialwissenschaftlichen Abteilungen seit vielen Jahren von New York nach Wien verlagert. Im dortigen "Vienna Center" ist für die Kriminologie vor allem die Abteilung für Verbrechensverhütung und Strafrechtspflege interessant (Crime Prevention and Criminal Justice Branch). Sie plant, organisiert und koordiniert zahlreiche internationale Aktivitäten in Forschung und Praxis, seien es Expertengruppen, Regionalseminare, Forschungsprojekte mehrerer Länder, Symposien oder schließlich die in fünfjährigem Abstand stattfindenden UNO-Kongresse zur Verbrechensverhütung und -kontrolle. Der letzte (und achte) Kongreß dieser Art fand 1990 in Havanna/Kuba mit Delegationen aus 127 Staaten statt. Das Tübinger Institut hat enge Kontakte zur Branch in Wien, u.a. aufgrund der Ernennung des Direktors zu einem von vier deutschen National Correspondents für alle einschlägigen strafrechtlichen, kriminologischen und kriminalpolitischen Fragen. Der weitestreichende Beitrag aus Tübingen bestand bisher in der Mitarbeit bei der Entwicklung und Testung der Erhebungsinstrumente für den dritten World Crime Survey.

Verzeichnis von Kontaktpersonen/Institutionen

Auf einer Datenbank (ADREMA) steht umfangreiches weltweites Adressenmaterial von Personen und Institutionen zur Verfügung, die von kriminologischer Relevanz sind (ca. 7.500 Datensätze). Jede Adresse wurde einer oder verschiedenen Gruppe(n) zugeordnet, die nach Sachgebieten gebildet wurden (z.B. Kriminologen, Soziologen, Psychologen, Redaktionen, Juristische Fakultäten, Kriminologische Institute, Opferhilfe-Institutionen). Das Programm bietet vielfältige Recherche- und Sortiermöglichkeiten.


ifk@uni-tuebingen.de - Stand 20. Oktober 2008